Atlas of Torture

Basierend auf Untersuchungen (Fact-Finding) und Gesprächen mit staatlichen und nicht-staatlichen Akteuren erstellt der UNO Sonderberichterstatter über Folter(UNSRT) länderspezifische Empfehlungen an die jeweiligen Regierungen, an Sicherheitsdienste, an nicht-staatliche Akteure sowie an die internationale Gemeinschaft, die der Verbesserung der Folter-Situation dienen.

Die länderspezifischen Berichte und Empfehlungen sind ein umfassendes und wichtiges Mittel zur Bewusstseinsbildung, zur Unterstützung nationaler und internationaler Akteure im Bereich direkter Reform und Kapazitätsentwicklung sowie zur Unterstützung der Zivilgesellschaft im Kampf gegen Folter und Straflosigkeit. Unter internationalen Menschenrechtsexperten besteht überwiegender Konsens, dass die Empfehlungen des UNSRT eines strengen Follow-ups bedürfen, um zu gewährleisten, dass die gewonnenen Erkenntnisse nicht verloren gehen, sondern in verstärkte präventive Maßnahmen und fühlbare Verbesserungen für Menschen an Orten der Freiheitsentziehung umgesetzt werden. Das Mandat des UNSRT sieht keine regelmäßigen Follow-up Missionen in den jeweiligen Ländern vor. Ebenso wenig verfügt das UNO Menschenrechtssystem über die Mittel, ein systematisches Follow-Up über andere Programme durchzuführen.

Um diese Lücke zu schließen, haben der scheidende UNSRT Manfred Nowak und sein Expertenteam das Atlas of Torture Projekt entwickelt, welches eine Reihe von Aktivitäten zur Stärkung der Implementierung der Empfehlungen des UNSRT in ausgewählten Ländern durchführt.

Das Projekt ist gefördert von der European Commission under the European Instrument for Democracy and Human Rights (EIDHR) und wird in fünf Ländern über eine Zeit von drei Jahren umgesetzt.
 

Atlas of Torture Website

Die Website “Atlas of Torture” ist ein Projekt des Human Dignity and Public Security (HUDI) Teams am BIM. Ziel des Projektes ist es einen Überblick über die weltweite Situation von Folter und anderer Misshandlungsformen anzubieten. Dabei verfolgt der „Atlas of Torture“ einen länderspezifischen wie übergreifenden, thematischen Zugang und zielt darauf ab

  • den Rechtsrahmen des Folterverbots darzulegen und dessen Bedeutung einem breiteren Publikum zu vermitteln;
  • Informationen darüber anzubieten, inwieweit Staaten ihrer völkerrechtlichen Verpflichtung nachkommen, Folter zu verhindern, entsprechende Verdachtsmomente zu untersuchen und wenn gegeben, strafrechtlich zu sanktionieren;
  • jene sozio-ökonomischen, politischen, rechtlichen und anderen Rahmenbedingungen zu identifizieren und zu untersuchen, die strukturell die Anwendung von Folter erklären.

 

Konferenz zu 'Prison Monitoring Methodologies for National Preventive Mechanisms' (Methoden zur Überwachung von Gefängnissen für nationale Präventionsmechanismen)

Konferenz zu 'Prison Monitoring Methodologies for National Preventive Mechanisms' (Methoden zur Überwachung von Gefängnissen für nationale Präventionsmechanismen)

Das ungarische Helsinki-Komitee hat in Zusammenarbeit mit dem Ludwig Boltzmann Institut für Grund- und Menschenrechte, der Associazione Antigone und dem bulgarischen Helsinki-Komitee eine virtuelle Konferenz zum Thema "Prison Monitoring Methodologies for National Preventive Mechanisms" für EU-NPMs, Strafvollzugsexperten und Forscher veranstaltet. Die Veranstaltung ist Teil des EU-Projekts "Working towards harmonized detention standards in the EU - the role of NPMs".

Präsentation des Atlas der Folter im Rahmen eines Side-Events beim UN Menschenrechtsrat

Side Event

26. Juni 2019 – Anlässlich des Internationalen Tages zur Unterstützung von Folteropfern präsentieren das Ludwig Boltzmann Institut für Menschenrechte (BIM) und Human Rights Documentation and Information Systems (HURIDOCS) den neuen Atlas of Torture.

Der Atlas of Torture wird im Rahmen einer Nebenveranstaltung zum Thema "Stärkung der Anti-Folterbewegung: Multiplikation von Effekten durch Kooperation und Technologie " vorgestellt. Diese Veranstaltung wird vom BIM, HURIDOCS, der Weltorganisation gegen Folter (OMCT) und dem OSZE-Büro für demokratische Institutionen und Menschenrechte (ODIHR) mitorganisiert.

Atlas of Torture - Weltweite Kooperations-Plattform zu Folter und Misshandlung

Atlas of Torture

Anlässlich des Internationalen Tages zur Unterstützung von Folteropfer veröffentlicht das Ludwig Boltzmann Institut für Menschenrechte (BIM) eine Beta-Version des Atlas of Torture – ein innovatives Werkzeug im Kampf gegen Folter und Misshandlung. Damit unterstreicht das BIM den Bedarf nach besserem Zugang zu Informationen und stärkerer Kooperation in der Folterprävention.

Die Veröffentlichung der Website ist Teil einer großen Crowdfunding Kampagne. Wir müssen bis zum 13. Juli auf die Gesamtsumme von 50.000€ kommen. Unterstützen Sie uns dabei, den Atlas of Torture ins Leben zu rufen!

Unterstützung via Startnext: https://www.startnext.com/en/atlas-of-torture

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Atlas of Torture Card