Frauenrechte, Kinderrechte, Rechte von Menschen mit Behinderung, Menschenhandel

Frauenrechte – Kinderrechte – Menschenhandel: drei sehr heterogene menschenrechtliche Themenbereiche, die durch spezifische Ansätze, aber auch Gemeinsamkeiten gekennzeichnet sind.

Zum einen handelt es sich um Rechte bestimmter sozialer Gruppen (Frauen, Kinder), die von Stärkung und Emanzipation sowie der Notwendigkeit eines Mainstreamings ihrer Rechte geprägt sind. Im Kontext von Frauenrechten spielt die Gender-Dimension eine zentrale Rolle, im Bereich der Kinderrechte ist es die generationale und Lebensaltersdimension. Frauen- und Kinderrechte haben für die Weiterentwicklung des Menschenrechtsdiskurses bedeutende Impulse geliefert, insbesondere was die Wirksamkeit von Menschenrechten zwischen privaten Rechtssubjekten betrifft (obligation to protect).

Zum anderen bietet Menschenhandel klare Anknüpfungspunkte sowohl zum Frauenrechtsschutz als auch zum Kinderrechtsschutz. Menschenhandel bedeutet die Verbringung von Menschen innerhalb eines Landes oder grenzüberschreitend durch beispielsweise Gewalt oder Täuschung zu Zwecken der Ausbeutung. Menschenhandel hat auf internationaler wie europäischer Ebene hohe Aufmerksamkeit erlangt, allerdings noch mit bescheidenen Erfolgen. Eine besondere Herausforderung liegt hier darin, dem bereits erheblich ausgebauten Bereich der Strafverfolgung eine ebenso wirksame Kooperation im Bereich des Opferschutzes sowie der Prävention zur Seite zu stellen und in allen Bereichen ein menschenrechtliches Monitoring durchzuführen.

Zu allen drei Zielgruppen bilden die Forschungsinhalte „Schutz vor Gewalt und Ausbeutung“, „Rechtsschutz“ sowie „Monitoring“ besondere Schwerpunkte des Teams. Auf methodischer Ebene bildet der Aspekt der partizipativen Forschung mit Betroffenen möglicher Menschenrechtsverletzung ein Schwerpunkt.

20. Mai: Workshop zur Schaffung eines maßgeschneiderten Instruments zur Überwachung der Umsetzung von Kinderrechten

Workshop on Implementing Children's Rights Monitoring Instruments

Im Rahmen des Projektes EU-Unterstützung für Rechtsstaatlichkeit in Nordmazedonien findet am 20. Mai der erste Workshop zu (inter-)national bewährten Praktiken „Zur Schaffung eines maßgeschneiderten Instruments zur Überwachung der Umsetzung von Kinderrechten“ statt.

Details
Ort: 
Skopje, Nordmazedonien

Internationales Menschenrechtssymposium mit Helmut Sax

Fünftes Internationales Menschenrechtesymposium

Am Donnerstag, den 4. November 2021, sprach Helmut Sax, Senior Researcher und Experte für Kinderrechte und Rechte von Betroffenen von Menschenhandel am LBI-GMR, auf dem Fünften Internationalen Menschenrechtesymposium.

Im Rahmen der Eröffnung der Veranstaltung diskutierte Helmut Sax mit anderen Expert*innen über den Themenschwerpunkt des diesjährigen Symposiums: Verbot der Sklaverei und des Sklavenhandels.

Details
Ort: 
Johann Gruber Pfarrheim, St. Georgen/Gusen, Österreich

International Expert Round Table - Beitrag Helmut Sax

Understanding the Linkages between (Labour) Exploitation, Migration & Human Trafficking

Am Dienstag, den 14. September, spricht unser Kollege und Kinderrechtsexperte Helmut Sax bei dem internationale Think-Tank Event "Understanding the Linkages between (Labour) Exploitation, Migration & Human Trafficking" zum Thema Menschenhandel und Migration. Ziel des internationalen runden Tisches ist es, die Zusammenhänge zwischen (Arbeits-)Ausbeutung, Migration und Menschenhandel zu verstehen.

World Women's Day 2021

Karin Lukas on World Women's Day

"It is disconcerting that we still have to discuss the gender pay gap in 2021", Karin Lukas, Senior Researcher at LBI Fundamental and Human Rights (LBI-GMR), and President of the European Committee of Social Rights (CoE-ECSR), says. "International Women’s Day reminds us that some progress has been made, but we need to do much more to achieve plain justice for women, in the labour market and beyond."

Gewalt an Menschen mit Behinderungen: Studie in „Leichter-Lesen-Version“ jetzt downloaden

Gewalt an Menschen mit Behinderungen: Studie in „Leichter Lesen Version“ jetzt downloaden

Menschen mit Behinderungen sind deutlich häufiger von Gewalt betroffen als Menschen ohne Behinderungen. Das belegt eine Studie im Auftrag des Sozialministeriums, durchgeführt vom Institut für Rechts- und Kriminalsoziologie, dem Ludwig Boltzmann Institut für Grund- und Menschenrechte, queraum – kultur- und sozialforschung sowie Hazissa – Fachstelle für Prävention. Nun wurde eine "Leichter-Lesen-Version" veröffentlicht.