Frauen* mit Behinderungen als Mentorinnen für ökonomische Selbstbestimmung – Strategien zur Entlastung von Mental Load

Über das Projekt

Das partizipative Projekt setzt gemeinsam mit Frauen* mit Behinderungen ein innovatives Mentorinnen-Dialog-Konzept österreichweit um.

Forschungsgegenstand & Fahrplan

Das partizipative Projekt setzt gemeinsam mit Frauen* mit Behinderungen ein innovatives Mentorinnen-Dialog-Konzept österreichweit um. Im Mittelpunkt steht der Austausch über Erfahrungen, Barrieren und Ressourcen von Frauen* mit Behinderungen. Die Umsetzung erfolgt in zwei Phasen:

(1) Regionale Dialogformate in Wien, Linz, Innsbruck sowie zwei Online-Terminen schaffen geschützte Räume innerhalb der Community von Frauen* mit Behinderungen. Sie dienen der Sammlung von Erfahrungen, dem gegenseitigen Lernen und der Sichtbarmachung individueller und gemeinsamer Handlungsstrategien.

(2) Bundesweite Dialogveranstaltung in Wien, bei der Frauen* mit Behinderungen ihre Erkenntnisse mit Stakeholder*innen aus Frauenberatung, Behindertenhilfe, Arbeitsmarkt, Verwaltung und Politik teilen, um neue Perspektiven und strukturelle Verbesserungsmöglichkeiten aufzuzeigen.

Alle Formate sind barrierefrei gestaltet und zugänglich für Frauen* mit unterschiedlichen Behinderungen. Das gewonnene Wissen wird barrierefrei als Online-Galerie auf der Website von FmB (www.fmb-frauenmitbehinderungen.at) bereitgestellt – für Frauen* mit Behinderungen, ihre (Selbst-)Vertretungen sowie für Organisationen und Unternehmen an der Schnittstelle von Inklusion, Arbeitsmarkt und Behinderung.

Projektziele

Das Projekt verfolgt folgende Ziele:

  • Sichtbarmachung ökonomischer Barrieren, Abhängigkeiten und alltäglicher Herausforderungen, die Frauen* mit Behinderungen betreffen.
  • Förderung solidarischer Dialoge und wechselseitigen Lernens auf Augenhöhe, um Handlungsräume zu erweitern und Empowerment zu stärken.
  • Reduktion des Mental Load durch Austausch, Unterstützung und strukturelle Sensibilisierung.
  • Perspektivenwechsel ermöglichen: weg von defizitorientierten Sichtweisen hin zur Anerkennung der Rechte, Expertise und Erfahrungen von Frauen* mit Behinderungen.
  • Abbau ableistischer gesellschaftlicher Haltungen, indem Bewusstsein für strukturelle Ungleichheiten geschärft und diskriminierende Normen hinterfragt werden.
  • Strukturelle Verbesserungen anstoßen, indem Erkenntnisse aus den Dialogformaten in Organisationen, Institutionen und politischen Prozessen gesehen und anerkannt werden.

Forschungsmethodik

Die Methodik des Projekts basiert auf einem dialogischen, peer-orientierten Ansatz, der die Erfahrungsexpertise von Frauen* mit Behinderungen systematisch in den Mittelpunkt stellt.

Zentrale methodische Prinzipien sind:

  • Partizipation auf allen Ebenen: Ein Peer-Expertinnen-Beirat begleitet das Projekt und stellt sicher, dass Inhalte, Formate und Fragestellungen an den Bedarfen und Perspektiven von Frauen* mit unterschiedlichen Behinderungen ausgerichtet sind.
  • Dialogische Arbeitsweise: Die Formate folgen klar strukturierten Moderations- und Gesprächsabläufen, die den Austausch auf Augenhöhe in einem sicheren Umfeld ermöglichen und kollektives Wissen sichtbar machen.
  • Community-basiertes Peer-Learning: In den regionalen Formaten werden Erfahrungen innerhalb der Community von Frauen* mit Behinderungen geteilt, reflektiert und gemeinsam weiterentwickelt. Dieser Prozess stärkt Solidarität, gegenseitige Unterstützung und das kollektive Entwickeln von Handlungsstrategien.
  • Transfer in systemisches Wissen: Die gebündelten Erkenntnisse aus den regionalen Peer-Prozessen werden verdichtet und in der bundesweiten Veranstaltung mit Institutionen und Entscheidungsträger*innen diskutiert, um strukturelle Barrieren sichtbar zu machen und Veränderungsimpulse zu generieren. Darüber hinaus werden die Ergebnisse in einer barrierefreien Online-Galerie dokumentiert, um das Wissen nachhaltig zugänglich und langfristig nutzbar zu machen.
  • Barrierefreiheit als methodischer Grundsatz: Sämtliche Materialien, Kommunikationswege und Veranstaltungsformate sind barrierefrei gestaltet und schaffen sichere Räume für Empowerment, Reflexion und gegenseitige Unterstützung. Damit das Projekt für möglichst viele Frauen* gut verständlich ist, verwenden wir neben dem offiziellen Titel zusätzlich einen Titel in vereinfachter Sprache: „Geld und Frauen* mit Behinderungen – Wege zur Entlastung und mehr Selbstbestimmung“.

Produkte

Die Ergebnisse aus den Dialog-Formaten werden barrierefrei aufbereitet und auf der Website von FmB (www.fmb-frauenmitbehinderungen.at) bereitgestellt:

  • Foto-Galerie mit Beispielen aus den Dialogformaten.
  • Audio-Clips mit Erfahrungswissen und Reflexionen von Frauen* mit Behinderungen.
  • Handlungsstrategien als barrierefreies PDF und ergänzendes Webinar.
  • Leitfaden für das Mentorinnen-Dialog-Konzept als barrierefreies PDF mit begleitendem Webinar.
  • Service-Portal mit Links zu Unterstützungsangeboten, Anlaufstellen und weiterführenden Ressourcen an der Schnittstelle Inklusion, Arbeitsmarkt und Behinderung.

Projektdaten