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03 Dez. 2025 von lbigmr

Neues Projekt zur ökonomischen Stärkung von Frauen* mit Behinderungen

Zum Internationalen Tag der Menschen mit Behinderungen stellen wir unser neues Projekt vor, das die ökonomische Selbstbestimmung von Frauen* mit Behinderungen stärkt, ihre Lebensrealitäten sichtbar macht und Strategien zur Entlastung von Mental Load entwickelt.

In Zusammenarbeit mit der Interessenvertretung Frauen mit Behinderungen (FmB) schafft das Projekt Räume für Mentorinnen-Dialog, Austausch und gemeinsames Lernen und leistet damit einen wesentlichen Beitrag zu mehr Gleichstellung und Gewaltprävention.

Daten zeigen, dass Frauen* mit Behinderungen in Österreich in zentralen Lebensbereichen systematisch schlechter gestellt sind. Sie sind deutlich seltener erwerbstätig – unter Personen mit „registrierter Behinderung“ arbeiten nur 12,1 Prozent der Frauen*, gegenüber 18,4 Prozent der Männer (Statistik Austria 2025). Diese Ungleichheiten erhöhen das Risiko von Altersarmut und sozialer Ausgrenzung: 24 Prozent der Frauen* mit Behinderungen gelten als armuts- oder ausgrenzungsgefährdet, verglichen mit 15 Prozent der Frauen ohne Behinderung (Statistik Austria 2024).

Viele Frauen* berichten zudem über hohe psychische Belastungen, eine geringere Lebensqualität und einen besonders intensiven Mental Load, da sie unter erschwerten Bedingungen finanzielle Verantwortung, Care-Arbeit und alltägliche Barrieren gleichzeitig bewältigen müssen.

Diese Lebensrealitäten stehen im Widerspruch zu Österreichs menschen- und frauenrechtlichen Verpflichtungen aus der UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderungen (CRPD) und der UN-Frauenrechtskonvention (CEDAW). Der UN-CRPD-Ausschuss betont im Allgemeinen Kommentar Nr. 3 die Bedeutung von Selbstbestimmung, Teilhabe, gleichberechtigter Entlohnung, barrierefreien Arbeitsbedingungen und Persönlicher Assistenz.

Unser neues Projekt Frauen* mit Behinderungen als Mentorinnen für ökonomische Selbstbestimmung – Strategien zur Entlastung von Mental Load“ setzt genau hier an und leistet einen Beitrag dazu, Selbstbestimmung zu stärken, Abhängigkeiten zu reduzieren und Frauen* mit Behinderungen nachhaltig zu empowern.