Forschungsaufenthalt unseres Direktors an der Munk School in Toronto
2026 verbindet Michael Lysander Fremuth sein Forschungssemester mit internationalen wissenschaftlichen Aufenthalten.
Die aktuelle Forschung des Direktors des Ludwig Boltzmann Instituts für Grund- und Menschenrechte (LBI-GMR) konzentriert sich insbesondere auf die Regulierung künstlicher Intelligenz (KI) und die Frage nach dem Recht auf eine menschliche Entscheidung bei KI-gestützten Entscheidungen sowie auf das Verhältnis zwischen dem Recht der Völker auf Selbstbestimmung und Migration. Auf institutioneller Ebene arbeitet Fremuth daran, das neue Forschungsnetzwerk „Democracy and Human Rights“ international zu vernetzen und Möglichkeiten für Kooperationen auszuloten sowie Studierende für das seit vielen Jahren erfolgreich bestehende postgraduale Human Rights Master’s Programme der Universität zu gewinnen.
Im April und Mai war Fremuth als Gastprofessor an der Munk School of Global Affairs & Public Policy der University of Toronto tätig. Gleich an seinem ersten Tag nahm er an der Konferenz des European Affairs Capstone Seminars 2026 „Old Continent, New Conflicts: A New Europe for Illiberal Times“ teil, wo er sich mit den Studierenden austauschte und ihre beeindruckenden Präsentationen kommentierte. Darüber hinaus besuchte er inspirierende Vorträge, unter anderem zu Václav Havel und seinem Vermächtnis sowie zur Frage, wie Krieg und Transformation in der Ukraine neu gedacht werden können. Beim Workshop „Building Bridges: Research and Activism Along the Canada–U.S. Border“ diskutierte er seine ersten Forschungsergebnisse zu Migration und Selbstbestimmung mit Kolleginnen und Kollegen.
Während seines Aufenthalts beschäftigte sich Fremuth zudem intensiv mit Kanadas Ansätzen zur Regulierung künstlicher Intelligenz und diskutierte dieses sowie weitere Themen mit Kolleginnen und Kollegen, darunter Rechtsstaatlichkeit und Demokratie sowie strategische Prozessführung im Bereich des Umweltschutzes. Außerdem besuchte er Expertinnen und Experten für KI-Regulierung an der Université de Montréal.
Fremuth bedankt sich herzlich bei Robert Austin und Randall Hansen für ihre Gastfreundschaft, die anregenden Gespräche und den angenehmen Aufenthalt. Sein Dank gilt außerdem Catherine Lukits und Olga Kesarchuk für ihre administrative Unterstützung.
Das LBI-GMR freut sich darauf, diesen akademischen Austausch weiter zu stärken und Studierende der Munk School als Praktikantinnen und Praktikanten willkommen zu heißen sowie ihnen die Möglichkeit zu geben, an unseren Projekten mitzuwirken.

