Wahlfach zu rechtlichen Reaktionen auf die russische Aggression gegen die Ukraine
Im Rahmen seines MSCA4Ukraine-Stipendiums am Ludwig Boltzmann Institut für Grund- und Menschenrechte (LBI-GMR) und der Universität Wien hält Nazarii Stetsyk an der Rechtswissenschaftlichen Fakultät der Universität Wien die Wahlvorlesung „Legal Responses to the Russian War of Aggression against Ukraine“.
Der Kurs, der bereits zum zweiten Mal in Folge angeboten wurde, stieß bei den Studierenden auf großes Interesse und erhielt durchwegs positives Feedback. Er befasst sich mit den internationalen und innerstaatlichen rechtlichen Reaktionen auf den russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine und behandelt Themen wie die rechtliche Einstufung und Dokumentation von Verstößen gegen das Völkerrecht, die Einrichtung von Ermittlungs- und Berichterstattungsmechanismen, die Sammlung und Sicherung von Beweismitteln sowie die Durchsetzung der Rechenschaftspflicht durch internationale und nationale Gerichtsverfahren. Zudem beschäftigts sich der Kurs mit Mechanismen zur Entschädigung von Opfern sowie mit dem umfassenderen rechtlichen Rahmen für Nachkriegsgerechtigkeit und Wiederaufbau.
Ein besonderes Highlight des diesjährigen Kurses war die Teilnahme namhafter Gastredner:innen. Zu ihnen gehörte unter anderem Markiyan Kliychkovskiy, Geschäftsführer des CoE-Schadensregisters für die Ukraine (RD4U), der einen Vortrag über den internationalen Entschädigungsmechanismus für durch die russische Aggression gegen die Ukraine verursacht Schäden, hielt. Gemeinsam mit Nazarii Stetsyk erörterte er die Einrichtung des Schadensregisters, den Entschädigungsmechanismus sowie die aktuellen internationalen Bemühungen, den Opfern gemäß dem Völkerrecht eine vollständige Wiedergutmachung zu gewährleisten.

