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11 Juni 2026 von lbigmr

Migration und Vulnerabilitäten: Internationales Seminar in Kyoto

Universität Wien, Kyoto University und das LBI-GMR bringen internationale Expert:innen zusammen, um aktuelle Herausforderungen in den Bereichen Migration und Menschenrechte zu diskutieren

Am 28. Mai 2026 veranstalteten die Universität Wien (Forschungsverbund „Demokratie und Menschenrechte“), die Kyoto University und das Ludwig Boltzmann Institut für Grund- und Menschenrechte (LBI-GMR) gemeinsam das Seminar „Migration und Vulnerabilitäten“ an der Kyoto University in Japan. Die Veranstaltung fand im Rahmen der Jahrestagung des Komitees für Internationale Migration und Internationales Recht der International Law Association statt und wurde von Michael Lysander Fremuth und Shotaro Hamamoto koordiniert.

Das Seminar brachte Forschende aus Österreich, China, Japan, Südkorea, der Schweiz und Australien zusammen, um aktuelle Entwicklungen und Herausforderungen in den Bereichen Migrationssteuerung, Flüchtlingsschutz, Menschenrechte und internationales Recht zu diskutieren. Die vier Panels wurden von Michael Lysander Fremuth, Vasilka Sancin, Sandra Guo und Shotaro Hamamoto geleitet.

Die Teilnehmenden befassten sich mit einer Vielzahl von Themen, darunter die Auswirkungen des Klimawandels auf Migration, regionale Ansätze zur Arbeitsmigration im asiatisch-pazifischen Raum, Fragen der Schubhaft und des Zugangs zum Rechtsschutz, Mechanismen der Rechenschaftspflicht bei Menschenrechtsverletzungen sowie das Zusammenspiel des Flüchtlingsrechts mit anderen Bereichen des Völkerrechts. Die Diskussionen machten sowohl regionale Besonderheiten als auch globale Herausforderungen sichtbar und eröffneten wertvolle vergleichende Perspektiven auf neue Vulnerabilitäten im Kontext internationaler Migration.

Für das LBI-GMR und die Universität Wien nahmen Michael Lysander Fremuth, Dorit Aschauer, Andreas Sauermoser sowie Camilla Haake teil. Ihre Beiträge befassten sich unter anderem mit klimabedingter Vertreibung, dem Non-Refoulement-Prinzip, dem Recht auf Selbstbestimmung im Kontext von Migration, dem internationalen Strafrecht sowie der menschenrechtlichen Verantwortung von Unternehmen gegenüber migrantischen Arbeitskräften in globalen Lieferketten.

Das Seminar bot eine wichtige Plattform für wissenschaftlichen Austausch und interdisziplinären Dialog. Die Teilnehmenden identifizierten mehrere gemeinsame Forschungsinteressen und diskutierten Möglichkeiten für zukünftige Kooperationen. Publikationen zu den Beiträgen der LBI-GMR-Kolleg:innen werden folgen.

Ein zentrales Ergebnis der Veranstaltung war die Vertiefung der Zusammenarbeit zwischen der Universität Wien, der Kyoto University und dem LBI-GMR sowie die Erweiterung wissenschaftlicher Netzwerke mit Kolleg der University of Toyama, der Universität Basel und der Flinders University.

Bereits jetzt laufen Gespräche über die Organisation eines Folgeseminars an der Universität Wien, um die Zusammenarbeit weiter auszubauen und gemeinsame Forschungsinitiativen voranzutreiben.