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24 März 2026 von lbigmr

RIGHTSCITIES – Abschlusskonferenz und finales Projekttreffen

Wie können Grundrechte im Alltag von Städten wirksam umgesetzt werden? Mit dieser Frage beschäftigte sich das Projekt RIGHTSCITIES, dessen Abschlusskonferenz und finales Projekttreffen am 17. und 18. März 2026 in den Partnerstädten Gdańsk und Sopot (Polen) stattfanden.

Das EU-geförderte Projekt RIGHTSCITIES setzt an der Beobachtung an, dass die Umsetzung der EU-Grundrechtecharta auf lokaler Ebene weiterhin gestärkt werden muss. Ziel ist es daher, das Bewusstsein für die Bedeutung der Charta in Städten zu erhöhen, kommunale Akteur*innen beim Aufbau entsprechender Kompetenzen zu unterstützen und den sogenannten „Menschenrechtsstadt“-Ansatz für die lokale Umsetzung von Grund- und Menschenrechten zu etablieren. Das Ludwig Boltzmann Institut für Grund- und Menschenrechte (LBI-GMR) war dabei als Projektpartner maßgeblich beteiligt.

Die internationale Abschlusskonferenz „Bringing Fundamental Rights Home“ fand am 17. März 2026 in Gdańsk statt und widmete sich der Rolle von Städten bei der Förderung und Umsetzung von Grund- und Menschenrechten auf lokaler Ebene und brachte Vertreter*innen aus Stadtverwaltungen, internationalen Organisationen und Forschung zusammen. Im Fokus standen sowohl die Chancen als auch die Herausforderungen, denen Städte bei der Verankerung von Grundrechten in ihren Strukturen und ihrem täglichen Handeln begegnen.

Ein Schwerpunkt lag auf der Präsentation der im Projekt entwickelten Tools und Methoden. Dazu zählen insbesondere praxisorientierte Trainingsformate für kommunale Akteur*innen sowie ein Self-Assessment-Tool, das Städte dabei unterstützt, ihre Maßnahmen im Hinblick auf die Einhaltung der Grundrechte zu analysieren und weiterzuentwickeln.

In zwei Paneldiskussionen wurden praktische Erfahrungen zu Trainings- und Capacity-Building-Maßnahmen sowie Ansätze zur systematischen Selbstevaluierung der Grundrechtskonformität auf lokaler Ebene aus verschiedenen europäischen Städten geteilt. Dabei wurden Erfolgsfaktoren, bestehende Herausforderungen und notwendige Unterstützungsstrukturen identifiziert, um die nachhaltige Anwendung solcher Instrumente sicherzustellen. Darüber hinaus wurde diskutiert, wie diese Ansätze über das Projekt hinaus von anderen Städten und Akteurinnen in Europa genutzt und weitergeführt werden können.

Am zweiten Tag traf sich das Projektkonsortium in Sopot zum finalen Steering Committee Meeting. Im Rahmen dieses Treffens wurden Projektergebnisse zusammengeführt, zentrale Erkenntnisse reflektiert und die letzten Schritte für den Projektabschluss abgestimmt. Zudem wurde erörtert, wie die im Projekt gewonnenen Erfahrungen und entwickelten Instrumente nachhaltig verankert und weiter verbreitet werden können.

An beiden Veranstaltungstagen nahmen auch Katrin Wladasch und Johanna Blimlinger vom LBI-GMR teil.