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18 Dez. 2025 von lbigmr

Wiener Menschenrechtsbezirke – wie geht es weiter?

Am 10. Dezember 2025 kamen auf Einladung des Menschenrechtsbüros der Stadt Wien Vertreter:innen der Wiener Menschenrechtsbezirke zusammen, deren Zukunft zu diskutieren und Ideen für die Weiterentwicklung der Initiative zu sammeln.

Anlässlich des Internationalen Tages der Menschenrechte lud das Menschenrechtsbüro der Stadt Wien zur Veranstaltung „Wiener Menschenrechtsbezirke – wie geht es weiter?” im Wiener Rathaus. Die seit fünf Jahren bestehende Initiative, die erstmals im aktuellen Regierungsprogramm der Stadt Wien verankert ist und menschenrechtliche Arbeit und Perspektiven auch auf lokaler Ebene in den Bezirken verankern und stärken soll, steht vor einer neuen Entwicklungsphase.

Die Wiener Menschenrechtsbezirke sind eine Initiative der Stadt Wien, mit der menschenrechtliche Prinzipien auf Bezirksebene konkret verankert und durch lokale Projekte, Vernetzung und Bewusstseinsarbeit umgesetzt werden.

Im Mittelpunkt des Treffens stand die Vorstellung des Entwurfs der Strategie des Menschenrechtsbüros für die Jahre 2026 bis 2030, mit dem die inhaltliche Ausrichtung des Büros festgelegt und damit die Menschenrechtsstadt Wien weiterentwickelt werden soll. Diese wurde vom Ludwig Boltzmann Institut für Grund- und Menschenrechte (LBI-GMR) in einem partizipativen Prozess gemeinsam mit dem Menschenrechtsbüro und unter Einbindung der Stadtverwaltung und der Menschenrechtsbezirke erarbeitet. Der Entwurf beschreibt die Vision und Mission des Menschenrechtsbüros und darauf aufbauende konkrete Handlungsfelder. Die Strategieskizziert auch mögliche Wirkungsspielräume der Wiener Menschenrechtsbezirke und dient als Grundlage für eine vertiefte und strukturierte Zusammenarbeit mit diesen.

In interaktiven Arbeitsformaten und Workshops, die von Agnes Taibl, Katrin Wladasch und Johanna Blimlinger (LBI-GMR) geleitet wurden, tauschten sich Teilnehmende zur möglichen Rolle der Menschenrechtsbezirke auf dem Weg zur Menschenrechtsstadt der Zukunft aus. Außerdem wurden erste Ideen für mögliche Umsetzungsschritte für das Jahr 2026 gesammelt. Diskutiert wurden unter anderem konkrete Maßnahmen auf Bezirksebene, Formen der bezirksübergreifenden Zusammenarbeit sowie Ansätze zur Stärkung der Öffentlichkeitsarbeit unter Berücksichtigung des menschenrechtsbasierten Ansatzes in den Wiener Menschenrechtsbezirken.

Die Veranstaltung richtete sich an Bezirksvorsteher:innen, deren Stellvertreter:innen, Öffentlichkeitsarbeiter:innen, Bezirksrät:innen aller Wiener Bezirke sowie Menschenrechtsbeauftragte der Wiener Menschenrechtsbezirke. Der fachliche Austausch und die Vernetzung trugen dazu bei, gemeinsame Perspektiven zu schärfen und nächste Schritte abzustimmen.