ClimMig: Klimawandelinduzierte Migration und der Bedarf an neuen normativen und institutionellen Rahmenwerken

Projektbeschreibung

Die Auswirkungen von Klimawandel werden zu Migration führen – das genaue Ausmaß hängt jedoch von Mitigations- und Adaptionsmaßnahmen ab. Es wird angenommen, dass die Mehrheit der betroffenen Personen innerhalb ihrer Region, also in Entwicklungsländern, bleibt bzw. bleiben wird. Nur wenige Leute verfügen über ausreichend Ressourcen, um den Weg in Länder außerhalb ihrer Region anzutreten.

Während klimawandelinduzierte Migration lange Zeit ausschließlich als Folge von „fehlgeschlagener Adaption“ angesehen wurde (i.e. erzwungene Migration), wird es zunehmend anerkannt, dass Migration auch Teil einer Adaptionsstrategie sein kann.

Allerdings werden hinsichtlich beider Aspekte („Migration, um zu überleben“ und Migration als Adaptionsmaßnahme) bestehende internationale rechtliche, normative und institutionelle Rahmenwerke als nicht ausreichend betrachtet (kein ausreichender Schutz für Leute, die gezwungen wurden, ihre Heimat zu verlassen und keine adäquaten Rahmenwerke, damit Migration als Adaptionsstrategie funktionieren kann).

Im Rahmen dieses Projekts werden 1. bestehende Lücken in internationalen rechtlichen, normativen und institutionellen Rahmenwerken untersucht – und zwar hinsichtlich beider Aspekte; 2. wird eine Übersicht über diesbezügliche Standards auf EU-und Österreich-Ebene geboten und werden 3. Empfehlungen im Hinblick auf die Schließung dieser Lücken entwickelt (gerichtet an politische EntscheidungsträgerInnen in Österreich und auf EU-Ebene). Um die Auswirkungen des Fehlens von adäquaten Rahmenwerken in Bezug auf klimawandelinduzierte Migration sichtbar zu machen, werden ca. fünf Fallstudien durchgeführt.

Dieses Projekt wird vom Österreichischen Klima- und Energiefonds gefördert und im Rahmen des „ACRP“ Programms durchgeführt.

Mehr Informationen sowie die Projektpublikationen finden sich auf der Projektwebsite: https://www.humanrights.at/climmig

Projektdaten

Beteiligte Personen: Margit Ammer, Michael Frahm, François Gemenne (Institute for Sustainable Development and International Relations IDDRI, Paris), Barbara Liegl
Kontakt: Margit Ammer
Trägerorganisation: Ludwig Boltzmann Institut für Grund- und Menschenrechte (LBI-GMR)
Projektstart: 05/2011
Projektende: 06/2013
Projekt abgeschlossen: Ja
Gefördert von: Österreichischer Klima- und Energiefonds
Team: Anti-Discrimination, Diversity and Asylum

Kontakt

Margit Ammer

Senior Researcher

+43 1 4277-27451 znetvg.nzzre@tze.yot.np.ng