CITYCoP

Projektbeschreibung

Die theoretischen Ansätze zu Community Policing haben mit dem Aufkommen und der Verbreitung von sozialen Medien und Smartphones sowie dem Wachsen von nutzergenerierten Inhalten, die bei der Interaktion zwischen PolizistInnen und AnrainerInnen entstehen, vollkommen neue Impulse erhalten. Zwischen 2010 und 2014 ist die Anzahl der Handyapps, die das Ziel verfolgen, die Erfassung von Anzeigen und nutzergenerierten Inhalten zu verbessern, deutlich gestiegen.

Im Rahmen des Forschungsprojekts CITYCoP (Citizen Interaction Technologies Yield Community Policing) haben ExpertInnen untersucht, welche Rahmenbedingungen für Community Policing notwendig sind und welche Funktionalitäten verschiedene Apps gemeinsam haben. Es wurden besonders erfolgreiche und sinnvolle Herangehensweisen identifiziert sowie gescheiterte Modelle analysiert, um die Faktoren für Erfolg bzw. Misserfolg zu erheben. Ziel des Projekts war es, eine App zu entwickeln, die eine europäische Lösung für Community Policing bietet und in jeder Stadt der EU genutzt werden kann, dabei jedoch genügend Raum für die lokalen Gegebenheiten bietet.

Als CITYCoP-Projektpartner hat das Ludwig Boltzmann Instituts für Grund- und Menschenrechte (LBI-GMR) einen Menschenrechtsrahmen mitentwickelt, um sicherzustellen, dass die Menschenrechte aller NutzerInnen der App gewahrt werden. Zur abschließenden Publikation Changing Communities, Changing Policing hat das LBI-GMR-Team das Kapitel „A Human Rights-Based Approach to Community Policing (CoP): Participation, Equality and Non-Discrimination with Special Focus on New Internet Communication Technologies (ICTs)“ beigesteuert.

Zum Projekt veranstaltete das LBI-GMR auch den öffentlichen Human Rights Talk „Community Policing und Grätzlpolizei – Bürgernah oder Bürgerwehr?“, bei dem dieses Spannungsfeld von Podiumsgästen aus der Wissenschaft, der Polizei und dem Menschenrechtsbereich diskutiert wurde (16. Mai 2017).

Die wissenschaftlichen Forschungsergebnisse des Projekts sowie die in dessen Rahmen entwickelte App SecureU wurden bei  der CITYCoP Abschlusskonferenz, die am 17. und 18. April 2018 in Florenz stattfand, vorgestellt.

Weitere Informationen zum Projekt: ® http://citycop.eu

Projektdaten

Land: global
Beteiligte Personen: Anna-Müller Funk und Fiona Steinert (Projektmanagement); Waltraud Kotschy, Petr Kudelka, Anna Müller-Funk, Karl Schönswetter, Hannes Tretter (Wissenschaftliche Mitarbeit)
Kontakt: Michael Lysander Fremuth
Trägerorganisation: University of Groningen (RUG), Holland
Partnerorganisationen: 22 Partnerorganisationen, darunter: University of Malta, Fraunhofer Institut für Intelligente Analyse- und Informationssysteme, Hoplite Software, City of Florence, Nutcracker Research, South Yorkshire Police, Ludwig Boltzmann Institut für Grund- und Menschenrechte (LBI-GMR)
Projektstart: 06/2015
Projektende: 05/2018
Projekt abgeschlossen: Ja
Gefördert von: Europäische Kommission, Generaldirektion Forschung, Horizon 2020 Programm

Disclaimer

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