Erfahrungen und Prävention von Gewalt an Menschen mit Behinderungen

Projektbeschreibung

Forschungsprojekt im Auftrag des Bundesministeriums für Arbeit, Soziales und Konsumentenschutz (BMASK). Mit der Implementierung dieses Forschungsprojekts wurden das Institut für Rechts- und Kriminalsoziologie (IRKS, Projektkoordinator), queraum und das Ludwig Boltzmann Institut für Grund- und Menschenrechte (LBI-GMR) betraut. Die empirische Studie erfasste erstmals österreichweit die unterschiedlichen Gewalterfahrungen von Menschen mit Behinderungen und psychischer Erkrankung. Der Fokus der Studie lag auf erwachsenen Personen, die in Institutionen leben, die zu erhebenden Gewalterfahrungen bezogen sich aber auf alle Lebensbereiche und -phasen.

Die Erkenntnisse sollen zur Gewaltprävention und Unterstützung von gewaltbetroffenen Personen beitragen, „Good Practice-Beispiele“ sollen als Hilfestellungen für  Institutionen dienen, die sich mit Gewaltvorfällen auseinanderzusetzen haben. Die Forschungsperspektive orientierte sich an einem weiten Gewaltbegriff, der neben direkter und personaler Gewalt auch strukturelle Gewalt inkludierte, um die Vielfältigkeit und Komplexität der Gewalt- und Machtverhältnisse und deren Ursachen in den Blick zu bekommen.

Um die komplexen Fragestellungen und Zielsetzungen der Studie ausreichend beantworten zu können, wurde ein triangulativer Forschungszugang gewählt, bei dem unterschiedliche quantitative und qualitative Methoden im Sinne einer wechselseitigen Ergänzung miteinander verschränkt wurden (Between-Method-Triangulation): Durchgeführt wurden 376 standardisierte Befragungen mit Menschen mit Behinderungen und psychischer Erkrankung, 86 mit Personal aus Einrichtungen, 25 qualitativen Interviews mit ExpertInnen und 15 qualitative Interviews mit BewohnerInnen und KlientInnen.

Projektdaten

Land: Österreich
Beteiligte Personen: Barbara Bühler (IRKS), Walter Fuchs, Veronika Hofinger, Sabine Mandl (LBI-GMR), Hemma Mayrhofer (Projektleitung), Anna Schachner (queraum), Yvonne Seidler (HAZISSA)
Kontakt: Sabine Mandl, Hemma Mayrhofer (IRKS)
Trägerorganisation: Institut für Rechts- und Kriminalsoziologie, IRKS
Partnerorganisationen: Ludwig Boltzmann Institut für Grund- und Menschenrechte (LBI-GMR), queraum. kultur- und sozialforschung, HAZISSA – Fachstelle für Prävention
Projektstart: 01/2017
Projektende: 07/2019
Projekt abgeschlossen: Ja
Gefördert von: Bundesministerium für Arbeit, Soziales und Konsumentenschutz
Team: Women’s Rights, Child Rights, Human Trafficking

Kontakt

Sabine Mandl

Senior Researcher

+43 1 4277-27438 fnovar.znaqy@tze.yot.np.ng