Entwicklungszusammenarbeit

Um Menschenrechte im Bereich der Entwicklungszusammenarbeit operativ umzusetzen, arbeiten internationale Organisationen und NGOs zunehmend mit dem Menschenrechtsansatz in der Entwicklungszusammenarbeit („Human Rights Based Approach“). Der Menschenrechtsansatz geht davon aus, dass jeder Mensch – unabhängig von Alter, Geschlecht, ethnischer Herkunft oder Besitz – TrägerIn von Rechten ist. Diese Rechte sind in internationalen Menschenrechtsverträgen und nationalen Verfassungen festgelegt und bedeuten eine Verpflichtung des Staates, diese Rechte einzuhalten. Beim Menschenrechtsansatz ist also nicht von „Wohltätigkeit“ die Rede, sondern davon, die Schwächsten in einer Gesellschaft darin zu bestärken, ihre Rechte wahrzunehmen und einzufordern.

Der Menschenrechtsansatz spielt eine zentrale Rolle bei der Beratungstätigkeit des Ludwig Boltzmann Instituts für Grund- und Menschenrechte (LBI-GMR) für die Austrian Development Agency. Diese erfolgt in den Bereichen Menschenrechte, Gute Regierungsführung, Konflikttransformation und Friedenssicherung. Ein seit vor einigen Jahren neu hinzugekommener Bereich betrifft die Rechte von Menschen mit Behinderungen in der EZA. Hier bezieht sich die Tätigkeit des LBI-GMR neben Beratung der ADA auf die wissenschaftliche Begleitung des Projekts „Inclusive Tanzania“ der NGO Licht-für-die-Welt. Ein weiterer Schwerpunkt liegt in der Umsetzung von Kinderrechten in der EZA.

In direkter Implementierung des Menschenrechtsansatzes in der EZA führt das LBI-GMR über ein eigenes Projektbüro in Skopje ein Projekt zu Armutsbekämpfung in Mazedonien durch.

Zu einzelnen thematischen Bereichen, beispielsweise Menschenrechte und Governance, und zu Trainings und Workshops zum Thema Menschenrechte und EZA im Allgemeinen gibt es Kooperationen mit internationalen Organisationen (UNDP) und NGOs (AI, CARE, FIAN, SOS Kinderdorf).
 

Hochrangiger Studienbesuch aus Kirgistan in Wien

Hochrangiger Studienbesuch aus Kirgistan in Wien

Von 2. bis 4. Dezember 2019 begrüßte das Ludwig Boltzmann Institut für Menschenrechte (BIM) eine hochrangige Delegation aus Kirgistan unter Leitung des Vize-Premierministers, Herrn Zhenish Razakov, und der Vorsitzenden des Obersten Gerichtshofes, Frau Gulbara Kalieva, zu einem Studienbesuch in Wien. Der Besuch fand im Rahmen des derzeit laufenden Projekts „Rechtsstaatsprogramm in der Kirgisischen Republik - 2.

KIRGISTAN: Round Table zum Schutz der Kinderrechte im Strafjustizsystem und in geschlossenen Institutionen

Dmitry Nurumov, Round Table in Kirgistan zum Schutz der Kinderrechte im Strafjustizsystem und geschlossenen Institutionen

Am 18. September 2019 veranstaltete das Ludwig Boltzmann Institut für Menschenrechte in Zusammenarbeit mit der kirgisischen Generalstaatsanwaltschaft und der öffentlichen Stiftung „Child's Rights Defenders League“ den Runden Tisch zum Thema „Schutz der Kinderrechte in der Strafjustiz und in geschlossenen Institutionen“. Die Veranstaltung fand im Rahmen der Umsetzung des Rechtsstaatsprogramms in der Kirgisischen Republik - Phase 2 statt.

Round Table zum Schutz der Kinderrechte im Strafjustizsystem und in geschlossenen Institutionen in Kirgistan

Am 18. September 2019 findet im Rahmen des Projektes „Rechtsstaatsprogramm in der Kirgisischen Republik – 2. Phase‘‘ in Bischkek ein Round Table zum Thema „Schutz der Kinderrechte im Strafjustizsystem und in geschlossenen Institutionen“ statt.

Details
Ort: 
Hotel Hyatt, Bischkek, Kirgistan

Wichtiger Meilenstein im Rahmen des von der EU geförderten Rechtsstaatsprogramms in der Kirgisischen Republik

Auszeichnung der beiden BIM-Expert*innen Dmitry Nurumov und Saule Aripova

Im Rahmen des ROLPRO-2-Projekt (Rechtsstaatsprogramm in der Kirgisischen Republik) haben die beiden BIM-Expert*innen Dmitry Nurumov und Saule Aripova in Zusammenarbeit mit der Generalanwaltschaft und einer Vielzahl an IT-Expert*innen einen wichtigen Beitrag zur Verbesserung der Effizienz der Strafverfolgung unter Berücksichtigung menschenrechtlicher Standards geleistet.

ALDE Konferenz: Entwicklungszusammenarbeit Neu Denken

Obwohl unzählige wissenschaftliche Studien dazu existieren, wie europäische Entwicklungszusammenarbeit das Wirtschaftswachstum in afrikanischen Staaten beeinflusst, kommen diese zu widersprüchlichen Ergebnissen. Einen eindeutigen Beweis dafür, dass Wirtschaftswachstum durch diese Hilfen immer nachhaltig gestärkt wird, gibt es nicht. Die Debatte über Entwicklungszusammenarbeit
reduziert sich auf die Frage, ob Europa seine Hilfsgelder erhöhen muss, damit Stabilität und Wohlstand in allen afrikanischen Staaten einkehren und wenn ja um wie viel.
 
Details
Ort: 
Haus der Europäischen Union – Wipplingerstraße 35, Wien

Rechtsstaatlichkeit in Kirgistan - österreichische ExpertInnen Roland Miklau und Nina Radović bei Rundem Tisch zu Folterprävention

Round table panelists

Am 23. Juni 2017 veranstaltete der Menschenrechtsbeirat in Kirgistan in Zusammenarbeit mit dem Ludwig Boltzmann Institut für Menschenrechte in Osh, Kirgistan, einen Runden Tisch, der die gemeinsamen Bemühungen von Staatsorganen und Zivilgesellschaft zur Folterprävention zum Thema hatte. Als Teil des EU-Projekts "Förderung der Achtung der Rechtsstaatlichkeit mit besonderem Schwerpunkt auf Transparenz und Rechenschaftspflicht in Kirgistan" zielte der Runde Tisch darauf ab, die Hindernisse in Bezug auf Folterprävention sowie die Rolle der verschiedenen staatlichen und zivilgesellschaftlichen AkteurInnen, die nicht nur einzeln, sondern in einer koordinierten Weise auf Folterhinweise und Vorwürfe reagieren sollen, zu erörtern.