Giuliana Monina
Giuliana Monina ist Leiterin der Forschungsgruppe „Menschenwürde und öffentliche Sicherheit“ am LBI-GMR. Seit 2016 ist sie als Wissenschaftlerin am Institut tätig und leitet die Forschungsgruppe seit 2020. Ihr Forschungsschwerpunkt liegt auf der Prävention von Folter und Misshandlung, wobei sie einen besonderen Fokus auf die Rolle von Überwachungsmechanismen legt, darunter nationale Präventionsmechanismen (NPMs), nationale Menschenrechtsinstitutionen (NHRIs) und unabhängige Überwachungsmechanismen (IMMs). Ihre Arbeit befasst sich zudem mit den Rechten von Personen, denen die Freiheit entzogen ist, in unterschiedlichen Haftanstalten, wobei sie ihr Augenmerk insbesondere auf Personen mit erhöhter Schutzbedürftigkeit richtet. Ein weiterer Schwerpunkt ihrer Forschung liegt auf Verfahrensrechten als Schutz vor Folter und Misshandlung.
Giuliana hat zur Forschung zur UN-Konvention gegen Folter beigetragen (z. B. Oxford Commentary to the UN Convention Against Torture and its Optional Protocol) und hat zahlreiche EU-Projekte zur Stärkung der Grundrechte in der EU konzipiert, koordiniert oder mitgestaltet. Dazu gehören beispielsweise IMPACT, NPM Standards, NHRIs, Justice for all, LGBTIQ Detainees und PRORPC. Darüber hinaus war sie als Menschenrechtsexpertin tätig, unter anderem im Rahmen von EU-Twinning-Projekten.
Giuliana schloss ihr Studium der Rechtswissenschaften 2010 an der Universität Bologna ab und ist in Italien als Rechtsanwältin zugelassen. Bevor sie ans LBI-GMR kam, war sie als Rechtsanwältin tätig und arbeitete als Beraterin für Menschenrechte. Zuvor absolvierte sie Praktika bei der Agentur der Europäischen Union für Grundrechte und beim Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte in dessen italienischer Abteilung. Darüber hinaus unterrichtet sie derzeit im LL.M.-Studiengang „Human Rights“ der Universität Wien.
Forschungsschwerpunkte
Prävention von Folter und Misshandlung, OPCAT, inhaftierte Personen, EU-Strafrecht, CRPD, Abschiebehaft
Publikationen
2023
- Birk, Moritz; Monina, Giuliana. 2023. Strategically Strengthening Procedural Rights. Challenges, Opportunities, Lessons Learned.
- Katona, Nora; Monina, Giuliana. 2023. From Law to Practice. Strengthening Procedural Rights in Police Custody – Right to Information.
2021
- Hamedl, Philipp; Monina, Giuliana. 2021. Monitoring Prison Violence [Vol. 1/Monitoring Prison Conditions in the EU].
2020
- Monina, Giuliana. 2020. Statement on the Occasion of the International Day in Support of Victims of Torture.
- Monina, Giuliana. 2020. Strengthening the prevention of torture in South-Eastern Europe.
- Nowak, Manfred; Monina, Giuliana: Defining Torture and the Obligation of Systematic Review in the CAT Treaty, in: Torture and Interrogation. Research on Efficacy and its Interplay with Legality and Morality, 2020: 21–36.
2019
- Monina, Giuliana; Katona, Nora. 2019. Strengthening the Rights of Suspects and Accused in Criminal Proceedings: The Role of National Human Rights Institutions.
- Nowak, Manfred (Hrsg.); Birk, Moritz (Hrsg.); Monina, Giuliana (Hrsg.). 2019. The United Nations Convention on Torture and Cruel, Inhuman and Degrading Treatment or Punishment. A Commentary. [Buch]
- Nowak, Manfred; Monina, Giuliana: The United Nations Committee against Torture (CAT), Max Planck Encyclopedia of International Procedural Law, 2019.
2018
- Monina, Giuliana: „Judging“ the grounds for detention of asylum seekers. Discrepancies between EU law and the ECHR. An analysis of the CJEU decisions of K. v. Staatssecretaris van Veiligheid en Justitie and J.N. v. Staatssecretaris van Veiligheid en Justitie, in: Asylum and the EU Charter of Fundamental Rights, 2018: 151–174.
Letzte Forschungsprojekte
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Atlas of Torture: Informations- und Kooperationsplattform für den globalen Kampf gegen Folter
Atlas of Torture zielt darauf ab, Organisationen und Einzelpersonen in ihrem Wirken im globalen Kampf gegen Folter und Misshandlung zu stärken.
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IMPACT: Stärkung nationaler Präventions- und Überwachungsmechanismen bei der Förderung der Rechte von inhaftierten Personen mit intellektuellen und/oder psychosozialen Beeinträchtigungen
Das Projekt zielt darauf ab, die Wirksamkeit nationaler Präventions- und Überwachungsmechanismen hinsichtlich der Förderung der Rechte von inhaftierten Personen mit intellektuellen und/oder psychosozialen Beeinträchtigungen zu stärken und damit zur Prävention von Misshandlung beizutragen.
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Förderung von Alternativen zur Migrationshaft durch Verbesserung der Qualität der Entscheidungsfindung zur Fluchtgefahr – ein Pilotprojekt
Das Projekt zielt darauf ab, Alternativen zur Migrationshaft zu stärken, die die Würde und Rechte von Menschen auf der Flucht besser schützen können.
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LGBTIQ in Haft – Stärkung der Rechte von LGBTIQ-Personen in Haft in der EU
Das Projekt soll dazu beitragen, Herausforderungen, Lücken und bewährte Praktiken im Hinblick auf die Grundrechte von LGBTIQ-Personen in Haft zu identifizieren und das Bewusstsein dafür zu schärfen.
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FLIGHTRISK: Beurteilung der Fluchtgefahr bei der Untersuchungshaft
Das Projekt untersucht in fünf EU-Mitgliedsstaaten den in der EU häufigsten Grund für Untersuchungshaft: die Fluchtgefahr. Ziel des Projekts ist es, Ursachen für die vermehrte Anordnung von Untersuchungshaft zu ermitteln und zu entkräften.
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GERECHTIGKEIT FÜR ALLE: Stärkung der Rechte von Personen mit intellektuellen und/oder psychosozialen Beeinträchtigungen im strafrechtlichen Freiheitsentzug. Grenzüberschreitende EU-Überstellungen, Inhaftierung und Alternativen
Das Projekt hat es zum Ziel, die Rechte von Personen mit intellektuellen und/oder psychosozialen Beeinträchtigungen, denen die Freiheit im strafrechtlichen Kontext entzogen ist, zu stärken.
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Vom Gesetz zur Praxis: Stärkung der Beschuldigtenrechte im polizeilichen Ermittlungsverfahren (ProRPC)
Das Projekt trägt zu einer effektiven und menschenrechtskonformen Anwendung der EU- Verfahrensrichtlinien und damit zur Stärkung des gegenseitigen Vertrauens in die Rechtssysteme der Mitgliedstaaten bei.
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Beratung der Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit in den Bereichen Governance, Menschenrechte und Friedensförderung
Das Projekt diente dazu, die Austrian Development Agency und das österreichische Außenministerium bei der Verankerung von Menschenrechten, Demokratie, guter Regierungsführung sowie Friedenssicherung und Konfliktprävention in der Entwicklungszusammenarbeit fachlich zu beraten und zu unterstützen.
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Offene Forschung hinter verschlossenen Türen: Eine Einschätzung der Auswirkungen von Covid-19 Regelungen auf Personen im Maßnahmenvollzug
Das Projekt zielt darauf ab, die Herausforderungen, welchen Personen mit psychosozialen und intellektuellen Beeinträchtigungen, die aufgrund ihres strafbaren Verhaltens und/oder nach Ausschluss der strafrechtlichen Verantwortung angehalten oder untergebracht sind, während der Covid-19 Pandemie begegnen, zu verstehen und aufzuzeigen.
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Stärkung der Rechte von verdächtigten und beschuldigten Personen in Strafverfahren – die Rolle von Nationalen Menschenrechtsinstitutionen
Das Projekt beschäftigt sich mit der möglichen Rolle von NMRI in Bezug auf die in den EU Richtlinien festgelegten Rechte von verdächtigten und beschuldigten Personen.